07.08.2018 - Märkte: Monatskommentar Juli

Maerkte-Monatskommentar-Juli

Monatskommentar Juli: Entspannung und starke Zahlen

Der Juli war ein allgemein freundlicher Monat für die internationalen Aktienmärkte. Mit einem Plus von 4,06% konnte der deutsche Aktienindex DAX – der im Juli sein 30-jähriges Bestehen feierte – seine Verluste aus dem Vormonat mehr als wettmachen. Der breite europäische Aktienindex Stoxx 600 schloss mit 3,83% ebenfalls deutlich im Plus. In den USA legte der S&P-500-Index um 3,35% zu. Dagegen büßte der Hang-Seng-Index (Hongkong) -1,55% ein. Der weltweite Aktienindex MSCI World stieg um 2,81% – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

In Europa gab es mehrfach Grund für Optimismus: Das Treffen zwischen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump konnte den Handelsstreit zwischen den USA und der EU vorerst entschärfen, was wesentlich zur guten Stimmung der Marktteilnehmer beitrug. Ein weiteres positives Signal für die Aktienanleger war die Bestätigung der Null-Zins-Politik seitens der Europäischen Zentralbank bis voraussichtlich Sommer 2019. Die noch immer schwache Kerninflation, d.h. ohne Nahrungsmittel und Energie, sank gegenüber dem Vormonat von 1,1% auf 1,0%. Insgesamt nahm die Inflation aufgrund der höheren Energiepreise jedoch von 1,9% auf 2,0% zu.

Der vorlaufende Einkaufsmanagerindex stieg in Deutschland von 55,9 auf 56,9 spürbar an, im Euroraum stieg der Indikator aber nur leicht von 54,9 auf 55,1. In Deutschland fiel der ifo-Geschäftsklimaindex mit 101,7 gegenüber dem Vormonat (101,8) kaum, obwohl man angesichts des lange schwelenden Handelsstreits mit einem geringeren Wert gerechnet hatte. Stattdessen legten in Deutschland die Auftragseingänge und die Industrieproduktion um 2,6% gegenüber dem Vormonat zu, und die Exporte stiegen um 1,8%.

Auf der anderen Seite des Atlantiks blüht die US-Wirtschaft, die im zweiten Quartal annualisiert um 4,1% wuchs – so stark wie zuletzt vor vier Jahren. Dazu trugen Exporte und ein höherer Binnenkonsum gleichermaßen bei. Die Kerninflationsrate stieg im Juli auf 2,0% und erreichte damit das Inflationsziel der US-Notenbank (und den höchsten Stand seit 2012). Außerdem zeigte die US-Steuerreform deutliche Wirkung: In der laufenden Berichtssaison haben rund 60% der im S&P 500 gelisteten Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt und ein Gewinnwachstum von rund 24% gemeldet. Damit lagen die Gewinne um 5% höher als erwartet. Zum Vergleich: In Europa haben inzwischen rund 40% der im Stoxx 600 gelisteten Unternehmen ihre Bilanz veröffentlicht eine Gewinnsteigerung von durchschnittlich 2,5% berichtet.

Im Handelsstreit zwischen den USA und China gab es erste Maßnahmen und weitere Drohungen. Anfang Juli wurden US-Zölle auf chinesische Importe im Volumen von 34 Mrd. US-Dollar eingeführt. China reagierte entsprechend. Die USA drohten mit Zöllen auf alle chinesische Importe im Volumen von 500 Mrd. US-Dollar. Der Internationale Währungsfonds bezeichnete den Handelskonflikt als globalen Risikofaktor, bestätigte aber noch einmal die Wachstumsprognose von 3,9% für 2018 und 2019 für die Weltwirtschaft.

Währenddessen wurde die Zinsstrukturkurve in den USA noch etwas flacher. Die Rendite für zweijährige US-Staatsanleihen stieg auf 2,67%, zehnjährige Papiere rentierten im Juli mit 2,97%. US-Notenbank-Präsident Powell bewertete dies bei seiner Anhörung vor dem US-Kongress nicht als Signal für einen möglichen Wirtschaftseinbruch, sondern prognostizierte eine weiterhin gute Konjunktur mit einem über mehrere Jahre starken Arbeitsmarkt. Powell bestätigte auch den Pfad weiterer moderater Zinserhöhungen.

 

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