05.02.2018 - Märkte: Monatskommentar Januar 2018

Maerkte-Monatskommentar-Januar-2018

Die meisten Börsen starteten furios ins neue Jahr, sodass der Januar 2018 einer der stärksten Jahresauftakte der vergangenen Jahre zu werden versprach. Gegen Ende des Monats jedoch kamen die Märkte unter Druck. Der DAX schloss mit einem Plus von 2,1% und der europäische Stoxx 600 Index legte um 1,6% zu. Auf der anderen Seite des Atlantiks stieg der S&P 500 um 2,3%, in Asien kletterte der Hang Seng-Index (Hongkong) um 6,3% und der japanische Topix um 0,7%, und der weltweite MSCI World Index erzielte ein Plus von 1,4% – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

In Europa fielen vorlaufende Indikatoren wie Geschäftsklima- und Einkaufsmanagerindizes sehr ermutigend aus und erreichten zum Teil Allzeithöchststände. Auch andere Kennzahlen wiesen europaweit nach oben, in Deutschland beispielsweise stiegen die Industrieproduktion um 5,6% und die Exportwirtschaft um 4,1% im Vergleich zum Vorjahr. Der Internationale Währungsfonds hob seine Wachstumsprognosen weiter an. Weltweit wird nun ein Wachstum von 3,9% für 2018 und 2019 erwartet, für den Euroraum je 0,3 %-Punkte mehr (2018: 2,2% und 2019: 2,0%) und für Deutschland je 0,5 %-Punkte mehr (2018: 2,3% und 2019: 2,0%). Dennoch gaben die europäischen Aktienmärkte gegen Ende des Monats nach.

Einerseits verteuerte sich der Euro weiter. Die Gemeinschaftswährung stieg im Monatsverlauf auf über 1,25 USD und schloss den Monat bei 1,24 USD. Anderseits stiegen die Anleiherenditen in Europa und international. In den Kernländern des Euroraums haben sie sich seit Mitte Dezember um 20 bis 40 Basispunkte ausgeweitet. Im Zusammenhang mit den nach oben korrigierten Wachstumsaussichten erscheint der Anstieg gerechtfertigt. Zudem scheinen sich im Januar die Erwartungen der Marktteilnehmer mit Blick auf die Leitzinsen geändert zu haben, obwohl noch kein Inflationsdruck zu spüren ist, in Deutschland fiel die Teuerung mit 1,4% gegenüber dem Vorjahr sogar schwächer aus als erwartet. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist aber zuversichtlich, dass die Inflation mittelfristig auf „unter, aber nahe 2%“ ansteigen werde. Offiziell hatte die EZB ihr Anleihekaufprogramm bis September 2018 verlängert, viele Marktteilnehmer waren jedoch von einer weiteren Verlängerung bis Ende 2018 und einer entsprechend späteren Anhebung der Leitzinsen ausgegangen. Inzwischen sprachen sich aber einige Mitglieder des Zentralbankrats dafür aus, die Käufe tatsächlich im September zu beenden, das machte die Märkte nervös.

In den USA leitete Janet Yellen im Januar ihre letzte Sitzung als Notenbank-Chefin und übergab ihr Amt an Jerome Powell. Die Märkte rechnen in diesem Jahr mit drei bis vier Zinserhöhungen bis zu einem Niveau von 2,5% und einer weiteren Bilanznormalisierung. Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen stiegen daher weiter und erreichten ein Dreijahreshoch. Der US-Dollar blieb dennoch schwach. Entsprechend positiv war die Stimmung der US-Industrie, die sich über den höchsten Stand an Auftragseingängen seit 2004 freuen konnte. Außerdem führte die Steuerreform zu nach oben korrigierten Gewinnerwartungen.

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