30.05.2018 - Anlagethemen: Liquiditätsmanagement

Anlagethemen-Liquiditaetsmanagement

Viele Investoren, private wie professionelle, haben Angst vor den Schwankungen der Kapitalmärkte. Sie investieren entweder gar nicht oder handeln emotional, überstürzt und zyklisch. Mit einem geeigneten Vorwarnsystem jedoch können Chancen identifiziert und – auch antizyklisch – genutzt werden.

Geld anlegen und dafür Risiken in Kauf nehmen? Oder die Schäfchen besser ins Trockene bringen? Für die überwiegende Mehrheit der Deutschen ist die Sache klar: Knapp 40 Prozent des Geldvermögens, rund 2.372 Mrd. Euro, bilden eine gewaltige Liquiditätsreserve in Form von Bargeld, Tagesgeld und Spareinlagen. Rund 36 Prozent oder rund 2.174 Mrd. Euro dienen der Ver- und Alterssicherung. Nur rund 21 Prozent des Vermögens, rund 1.307 Mrd. Euro, sind in Aktien und Investmentfonds angelegt und können von den Chancen des Kapitalmarkts profitieren (siehe Schaubild 1).

Schaubild 1

 

Knapp 40 Prozent des Geldvermögens der privaten Haushalte liegen als Tagesgeld, Bargeld und Spareinlagen brach.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ohne Erwerbszweck. Stand: April 2018.

 

Liquidität bildet gemeinsam und in Konkurrenz mit den Zielen Rentabilität und Sicherheit das sogenannte magische Dreieck, in dessen Spannungsfeld sich die Vermögensanlage bewegt (siehe Schaubild 2). In der Theorie sind immer nur zwei der drei Ziele gleichzeitig zu erreichen, das heißt zum Beispiel, dass Geldanlagen mit hoher Rentabilität und hoher Sicherheit in der Regel nicht liquide sind. Die privaten Haushalte Deutschlands folgen in ihrer Gesamtheit eher dem Ansatz hoher Sicherheit und hoher Liquidität, und das seit Jahrzehnten. Die Rentabilität bleibt dabei jedoch auf der Strecke. Man könnte es auch anders ausdrücken: Rund 40 Prozent des Privatvermögens liegt herum, so gut wie unverzinst, und anstatt zu arbeiten, schrumpft es leise vor sich hin – die Inflation lässt grüßen. Selbst scheinbar niedrige Inflationsraten von 2 Prozent p.a. halbieren das Vermögen innerhalb von 30 Jahren.

Schaubild 2

Nun sind private Haushalte niemandem verpflichtet als sich selbst. Sie können, Anlagegelegenheiten hin, Inflation her, ohne Rücksicht auf ihre Ziele oder festgelegte Investmentquoten eine hohe Liquiditätsreserve halten. Vor allem in schwierigen oder unruhigen Börsenzeiten ist die Versuchung groß, angelegtes Kapital zu realisieren und aufs Tagesgeldkonto umzuschichten. Dort ist es vor den Schwankungen der Märkte sicher. Tagesgeld oder Spareinlagen sind allerdings nur ein wirksames Instrument zur Deckung der kurzfristigen Liquidität, aber angesichts des niedrigen Zinsniveaus taugen sie nicht für die langfristige Kapitalanlage, im Gegenteil. Nicht nur die Inflation nagt daran, manche Geldinstitute verlangen bereits Einlagegebühren, die berüchtigten Strafzinsen.

Liquide, professionell gemanagte Investmentfonds anstatt Tagesgeld

Für die verschiedensten Anlagebedürfnisse gibt es, je nach Risikoneigung, liquide und professionell gemanagte Alternativen zum Tagesgeld. Für deutsche Anleger wären Rentenfonds wie der DJE – InterCash, die vorwiegend in Euro-Anleihen mit kürzeren Laufzeiten investieren, eine Option. Durch eine ausgewogene Mischung aus Staats- und Unternehmensanleihen versuchen sie, eine möglichst stabile Wertentwicklung zu erzielen. Einen anderen Weg gehen marktneutrale Fonds, deren kleinster gemeinsamer Nenner vielleicht „Marktrisiken? Nein, danke“ lauten könnte. Der DJE – Equity Market Neutral Europe beispielsweise. Der Fonds setzt auf ein Portfolio von 50 europäischen Aktienwerten und sichert die Markt- und Währungsrisiken des europäischen Aktienmarktes sehr weitgehend ab. Dazu dient ein Index-Derivat, dessen Wert steigt, wenn der Markt fällt und umgekehrt. Hinzu kommen Devisentermingeschäfte, um etwaigen Währungsrisiken zwischen dem Euro und anderen europäischen Währungen zu begegnen. Auf diese Weise können Anleger – ohne die üblichen Marktschwankungen – von der Titelauswahl eines erfahrenen Analystenteams profitieren, wenn deren Aktienselektion den Gesamtmarkt schlägt. Eine dritte Option bieten vermögensverwaltende Fonds wie der DJE Concept, der von Dr. Jens Ehrhardt gemanagt wird. Fonds wie diese versuchen sich jederzeit an das erwartete Umfeld anzupassen. Das Portfolio ist über verschiedene Anlageklassen gestreut und wird strategisch gesteuert. Dadurch will der Fonds einerseits von den Chancen des Marktes profitieren und sich anderseits vor seinen Risiken schützen. Der DJE Concept betreibt dafür ein äußerst flexibles Liquiditätsmanagement. Dieses hängt eng mit der Analyse der Markt- und Stimmungslage zusammen. Die Cash-Quote wird aufgebaut, sobald das Fondsmanagement der Ansicht ist, der Markt könnte kippen, und dann sind auch schnelle Reaktionen möglich. Beispielsweise stieg die Liquidität des DJE Concept von 3,8 Prozent im Januar auf 41,9 Prozent im März. Die rigorose Steuerung der Cash-Quote hat System: Je höher die Märkte bewertet sind, desto größer ist das Rückschlagpotenzial, und umso konsequenter wird die Liquidität in einem vermögensverwaltenden Fonds aufgebaut, wenn der Markt zu fallen droht.

Um dem richtigen Zeitpunkt so nahe wie möglich zu kommen, vertraut DJE auf das hauseigene dreidimensionale Analyseverfahren nach fundamentalen, monetären und markttechnischen Kriterien, das Dr. Jens Ehrhardt vor über vierzig Jahren zur Bewertung von Märkten und Wertpapieren etabliert hat (siehe Schaubild 3). Die markttechnischen Faktoren geben den Ausschlag für den kurzfristig taktischen Einsatz der Liquidität. DJE beobachtet und analysiert laufend ein ganzes Spektrum markttechnischer Indikatoren (siehe Kasten) für die wichtigsten internationalen Aktien- und Rentenmärkte, darunter das europäische Stimmungsbarometer Sentix und das Verhältnis von Puts zu Calls, aber auch viele US-Indikatoren wie den Index der National Association of Active Investment Managers (NAAIM), der über eine wöchentliche Umfrage darüber Aufschluss gibt, wie stark aktive Investment Manager am Aktienmarkt engagiert sind. Die markttechnischen Faktoren werden nicht nur wöchentlich, sonderntäglich ermittelt, denn sie sind eine unverzichtbare Entscheidungsgrundlage im Investmentprozess, nicht nur bei Aktien, Renten oder Rohstoffen, sondern auch bei den Fragen rund um das Thema Währungsabsicherung – und eben für die Steuerung der Liquidität.

Schaubild 3

Die FMM-Methode von DJE: Markttechnische Faktoren bestimmen die Liquiditätssteuerung

 

Quelle: DJE Kapital AG. Schematische Darstellung der FMM-Methode (fundamentale, monetäre und markttechnische Analyse). Nur zur Illustration.

Kurzfristige markttechnische Indikatoren

Stimmung

·         Meinungsumfragen bei Investmentfondsmanagern

und institutionellen Anlegern

·         Barquoten von Investmentfonds

·         Shortpositionen von Hedgefonds

·         Optimistische und pessimistische Börsenbriefe

·         Put-Call-Ratio

Trend

·         Advance-/Decline-Linie (Differenz aus steigenden

und fallenden Aktien)

·         Anteil von Aktien über der 200-Tage-Linie

·         Differenz aus neuen Höchst- und Tiefstkursen

·         Höhe der Börsenkredite

 

Folge dem Trend und tue das Gegenteil von dem, was andere machen

Der Grund dafür: Die Anleger, viele professionelle Finanzinvestoren eingeschlossen, agieren und reagieren emotional. Bei Anlageentscheidungen sind also psychologische, menschliche Verhaltensweisen für die Marktprognosen wichtig. Wenn die Märkte unruhig werden und die Schwankungen zunehmen, werden Anleger nicht selten nervös und handeln prozyklisch: Sie verkaufen mit dem fallenden Markt und kaufen erst dann, wenn der Markt wieder gestiegen ist. Dieses Verhalten ist bei Aktieninvestments besonders ausgeprägt. Die Deutschen als Schnäppchenjäger-Nation kaufen sonst gerne im Winterschlussverkauf Sonderangebote und mögen Rabatte. Bei Aktien dagegen wird immer dann am meisten verkauft, wenn die Rabatte am größten sind. DJE dagegen hat das Motto „Folge dem Trend und tue das Gegenteil von dem, was andere machen“. Dies ist nur auf den ersten Blick widersprüchlich. Gemeint ist, dass man dem Trend folgt, solange sich die Märkte positiv entwickeln. Sobald sich die Vorzeichen aber ändern, positioniert sich DJE gern gegen das Gros der Investoren (siehe Schaubild 4) und verkauft auch schon im Aufwärtstrend oder kauft möglichst antizyklisch bei tiefster Depression, da sich dann oft die besten Kaufgelegenheiten ergeben. Die FMM-Methode, der unabhängige Research-Ansatz von DJE, dient dafür als eine Art Vorwarnsystem. Die Fondsmanager werden dadurch disziplinierter in ihren Entscheidungen - auch gegen das eigene Gefühl.

Schaubild 4

 

Der NAAIM-Index der National Association of Active Investment Managers ist einer der vielen Stimmungsindikatoren für die Aktienmärkte. Die NAAIM befragt wöchentlich aktive Manager, wie hoch ihre Aktienquote ist. DJE bewertet viele dieser Indikatoren für die markttechnische Analyse und positioniert sich taktisch kurzfristig oft antizyklisch – in der tiefsten Depression bieten sich oft die besten Kaufgelegenheiten.

Quelle: National Association of Active Investment Managers (NAAIM), S&P 500 Index. DJE Kapital AG. Stand: 17. April 2018. NAAIM (National Association of Active Investment Managers) und S & P 500 Index.

Für Anleger, die eine Alternative zu Tagesgeld & Co. suchen, können Fonds also eine ernsthafte Option sein. Sie können darüber von den Chancen des Kapitalmarkts profitieren und in der Regel auch innerhalb weniger Tage auf das angelegte Kapital zugreifen, sprich, liquide sein. Der große Vorteil dabei ist die Verwaltung des Vermögens durch erfahrene Profis, die ihre Entscheidungen gegenseitig auf Stichhaltigkeit prüfen und anhand von Szenarien testen können. Sie verarbeiten dazu enorme Datenmengen, um rational zu handeln, Situationen besser zu analysieren, um etwaige Kurzschlussreaktionen zu vermeiden – und vor allem, um ihre Anleger vor den Risiken des Marktes wie mögliche hohe Kursschwankungen nach Möglichkeit zu schützen.

Hinweis: Alle veröffentlichten Angaben dienen ausschließlich Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Langfristige Erfahrungen und Auszeichnungen garantieren keinen Anlageerfolg. Wertpapiere unterliegen marktbedingten Kursschwankungen, die möglicherweise nicht durch das aktive Management des Vermögensverwalters oder des Anlageberaters ausgeglichen werden können. Diese Information kann ein Beratungsgespräch nicht ersetzen. Alle Angaben sind mit Sorgfalt und nach bestem Wissen entsprechend dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung gemacht worden. Trotz aller Sorgfalt können sich die Daten inzwischen verändert haben. Weitere Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie auf der Webseite www.dje.de. Der Verkaufsprospekt und weitere Informationen sind in deutscher Sprache kostenlos bei der DJE Investment S.A. oder unter www.dje.de erhältlich. Verwaltungsgesellschaft der Fonds ist die DJE Investment S.A. Vertriebsstelle ist die DJE Kapital AG.